Bruttovinetto

Dokumentarfilm, Ö-Film-Produktion 1991
Kamera, Regie, Schnitt | Beta SP, 45 Min.

Die Agenten sind die ersten zwei Genossen, die von Genießen kommen.
Wir halten an unseren Ideen fest, solange wir nichts dafür kriegen.
Agentenkollektiv 1990

Jeden Tag ab 10 sitzen sich in einer stillgelegten Trinkbude in Duisburg-Rheinhausen Friedhelm Schrooten und Robert Boßhardt gegenüber. Bennie, der Hund, liegt unter dem Tisch, die Eisfahne, auf der jetzt "Agentenkollektiv" steht, hängt über der Tür. Durch das große Fenster drängt sich trostlos die Werksmauer von Krupp. Der eine ist mit dem Fahrrad gekommen, der andere mit der Regionalbahn aus Oberhausen.
Die Männer werfen sich Worte zu, sie denken laut, sie schreiben auf.
Ein Film über eine selbstbestimmte Lebensform, ihre Hintergründe, ihren Rückhalt. Die Agenten geben Einblick in ihre künstlerischen Aktionen und ihre Arbeitsweise.
Das Ganze spielt in einer der prägnantesten, in ihrem Selbstverständnis schwer erschütterten Industrielandschaften Deutschlands. Faszinierend in ihrer Vitalität und Widersprüchlichkeit - Impuls und Nährboden für den alteingesessenen Schrooten und den zugezogenen Schweizer Boßhardt.



















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